Giralda und Kathedrale

Giralda und Kathedrale

Geschichte des Minaretts und der Kathedrale.

Giralda und Kathedrale

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Sie stehen vor der Giralda, dem Wahrzeichen Sevillas. Blicken Sie hinauf: Die unteren zwei Drittel aus Ziegeln mit Sebka-Rauten stammen aus dem 12. Jahrhundert und waren das Minarett der großen Almohaden-Moschee, damals der höchste Turm von Al-Andalus. Als die Stadt 1248 christlich wurde, ließ König Ferdinand III. den Turm stehen und nutzte ihn als Glockenturm. Im 16. Jahrhundert setzte der Architekt Hernán Ruiz das Renaissance-Glockengeschoss auf und krönte alles mit dem Giraldillo, einer Bronzefigur, die den Glauben darstellt und sich mit dem Wind dreht — daher der Name. Dahinter erhebt sich die Kathedrale, die größte gotische Kathedrale der Welt, ab 1401 über der alten Moschee errichtet. Die Kanoniker sagten: Bauen wir eine Kirche, so groß, dass man uns für verrückt hält. Innen ruht Christoph Kolumbus, getragen von vier Königen der alten spanischen Reiche. Übersehen Sie den Orangenhof nicht — den einstigen Waschhof der Moschee. Besuchertipp: Steigen Sie früh am Morgen hinauf; die inneren Rampen wurden gebaut, damit der Muezzin hinaufreiten konnte. Von oben liegt Ihnen ganz Sevilla zu Füßen. Danach in die Hauptkapelle mit dem größten Altarretabel der Christenheit und hinaus durch die Puerta del Perdón zur Calle Alemanes.